Gartentor im Zeichen der Zeit

Weit weg von jedem Gartentor, jeder Gartentür, weit entfernt vom Hoftor finden sich die Einfahrtstore. Einfahrtstore zu großen Firmen mit entsprechend großem Gelände. High Tech in Türen. Was sich hinter der Konstruktion solcher Türen versteckt, entspricht dem neuesten Wissenstand der Technik. Hier ist Computertechnologie im Einsatz, von der ein Huxley nur träumte. fence-101794_640Überwachungstechnologie in Unternehmen – ein heißes Thema, meilenweit entfernt von allen Gartentüren und Gartentoren. Hoftore sind auch nicht gemeint. Hoch technisierte Zufahrtssysteme sind gemeint. Von dieser Technik profitieren aber auch die kleinen. Das Gartentor im heimischen Garten etwa, oder das Hoftor des Nachbarn.

Es ist wie beim Fahrzeugbau. Erfahrungen aus dem Motorsport fließen bei Serienreife in die normale Modellpalette ein. Gartentore aus heutiger Fertigung sind anders, als die von unseren Vätern vor 50 Jahren gekauften Gartentore. Ein Gartentor ist heute nach aufwendigem Verfahren feuerverzinkt und vielleicht sogar zusätzlich pulverbeschichtet. Früher war das Gartentor ein aus Eisen, von der benachbarten Schlosserei zusammengeschweißter Rahmen, den man im Anschluss noch selber streichen musste. Alle paar Jahre hieß es dann, Gartentor ausbauen, entrosten und neu lackieren. Diese Zeiten gehören beim Gartentor Gott sei Dank, oder besser gesagt Technik sei Dank, der Vergangenheit an. Heutige Zufahrtssysteme, aber auch manche Gartentore, sind technische Meisterwerke, im Vergleich zu den älteren.

Von der Videoüberwachung zum Körperscan

Den Anfang tat wohl ein einfaches Zählwerk, das vielleicht die Zahl der Öffnungen des Firmentores zählte. Bis dahin zur Zahl der passierenden Personen und Fahrzeuge bis hin zur Videoüberwachung derselben war es nur ein kleiner Schritt. Heute gibt es, eingebaut in die Portale großer Firmen, raffinierteste noch zahlreiche weitere Features. Das Ganze nennt sich sehr einfach Zutrittskontrolle. Ein legitimes Mittel jedes Menschen. Die Zugangskontrolle wird für Firmeneinfahrten, Geschäfts- und Wohnhausbereiche wie auch für Campingplätze und Kleinparkplätze sowie für ganze kommunale Bereiche angeboten.

Rolltore und mehr

Für große Unternehmen mit entsprechenden Notwendigkeiten gibt es verschiedene Möglichkeiten, am Firmeneingang ein Tor zu installieren. Da sind die bekannten Rolltoranlagen, doch auch große Schiebetore aus Metall sind häufig zu finden. Wobei letztere etwas martialisch aussehen, was wohl auch in gewisser Weise Sinn und Zweck der Übung ist. Andere Firmen verzichten ganz auf Einfahrtstore und sichern die Eingänge lediglich durch Schranken. Das ist wohl vor allem bei regem Durchgangsverkehr sehr sinnvoll. Doch ist diese Lösung wohl auch die kostspieligste, eine Person, die den Eingang kontrolliert, muss beschäftigt werden.

Bombensicher

Bombensicher im wahrsten Sinne des Wortes sind die Türen beispielsweise der neuen amerikanischen Botschaft in Berlin. Das solche Tore nicht aus Holz sind, dürfte klar sein. Hier kommen spezielle Metalle in Verbindung mit ebenso speziellen, künstlichen, explosionsfesten Materialien zur Verwendung, die selbst eine anfliegende Boeing 507 zur Vorspeise vertilgen würden. Tore haben hier nur noch Schutzfunktion, jedwede eventuell noch vorhandene Ästhetik ist erstickt. Da ist mir meine kleine Gartentür wesentlich lieber. Die wird auch niemand in die Luft sprengen wollen. Und so ist es wohl besser, die Einfahrtstore der Firmen am Abend hinter sich zu lassen und durch die eigene Tür in das Zuhause zu gelangen, wo vielleicht die Frau schon wartet, vielleicht auch der Grill, das Feierabendbier, der Fernseher.

Weit weg von aller Überwachungstechnologie. Nur das Handy müsste man noch ausschalten, den PC, den Fernseher – hm eigentlich auch. Und sonst? Ach was, leben wir doch einfach damit. Es ist nicht möglich der Zukunft zu entfliehen, wenn man an sie glaubt. Genauso verhält es sich mit der Vergangenheit. Wer an diese beiden Dinge glaubt und sie dann zwangsläufig lebt, der hat einfach eine ganze Menge zu tun. Eine durchaus komplizierte Angelegenheit, die Geschichte. Dabei ist die Lösung so einfach. Denn das absolute Jetzt, der Augenblick unterbricht dieses Kontinuum. Will heißen, wenn ich jetzt im Augenblick etwas Gutes (für mich) tue, dann muss, wenn ich das laufend tue, sich auch die Vergangenheit und die Zukunft als positiv abbilden. Denn sie sind bei vom Jetzt abhängig. So einfach ist das. Und doch so schwer zu sehen und zu verstehen.

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